Die Geschichte Puan Klents

Die heutige Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte befindet sich am Standort eines ehemaligen militärischen Barackenlagers aus dem Ersten Weltkrieg.

Der Hamburger Arzt Dr. Knud Ahlborn war von dem gesundheitsfördernden Effekt des Nordseeklimas so überzeugt, dass er 1918/19 nach Unterbringungsmöglichkeiten für unterernährte Kinder und Jugendliche aus Hamburg und Altona suchte. Er übernahm das Barackenlager Groß Vlie (Friesisch: Schwemmland) mit seinen großen Wattwiesen. Der Hamburger Jugendverband erwarb schließlich das Grundstück und begann am 1. Oktober 1919 mit den Umbauarbeiten für ein Jugendferienlager. Der Name wurde in Anlehnung an eine nahe gelegene Düne in „Pauns Klint“ (Pauls Kliff) geändert. Daraus wurde 1929/1930 Puan Klent. Man konstituierte sich als eingetragener Verein. Um das in Freier Trägerschaft, zum Teil mit Hilfe des Hamburger Staates erwirtschaftete Vermögen vor dem Zugriff der nationalsozialistischen Organisationen zu bewahren, löste sich der Verein 1937 bei gleichzeitiger Umwandlung in eine rechtsfähige Stiftung (Hamburger Jugenderholungsheim Puan Klent auf Sylt) auf.

1919 war Sylt noch eine weitgehend unerschlossene Insel. Bis 1951 gab es z.B. zwischen Westerland und Hörnum keine andere Verbindung als die Inselbahn - die Rasende Emma.

1972 erfolgte die Unterschutzstellung der gesamten Rantumer Dünenlandschaft mit Ausnahme des Jugenderholungsheimgeländes und seiner Zuwege. 1984 wurden Sanitärräume an das Jungenhaus angebaut, 1993 an das Mädchenhaus. Seither wurden zahlreiche bauliche Maßnahmen zur Modernisierung der Anlage unternommen. Derzeit sind Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in Planung, die insbesondere die Ziele verfolgen, die pädagogischen Angebote zu erweitern, die gesamte Anlage barrierefrei herzurichten, energetische Baumaßnahmen zu realisieren und die Wohnsituationen in den verschiedenen Bereichen den zurzeit gültigen Standards anzupassen. Dazu gehören u.a. auch die Installierung eines leistungsfähigen WLAN und moderner interaktiver Medien. Die Außenanlagen und Zuwegungen werden instandgesetzt und den Bedürfnissen unserer Gäste angepasst.